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FREIE WÄHLER Bayern / FW Freie Wähler Kreisverband Starberg e.V.
Matthias Vilsmayer, Dipl.-Hdl., Geschäftsführer
47 Jahre, verheiratet, 3 Töchter

1. Nehmen wir einmal an, Sie werden am 15. beziehungsweise in der Stichwahl am 29. März zum neuen Landrat gewählt. Was wird ihre erste Amtshandlung an ihrem ersten Arbeitstag sein?

Am ersten Tag werde ich mit möglichst vielen Mitarbeitern aller Fach- und Geschäftsbereiche im Landratsamt das Gespräch suchen, mich vorstellen und Ideen austauschen. Außerdem möchte ich auf alle Fraktionen zugehen. Es wird auch erste organisatorische Aufgaben geben und ich werde mir meinen neuen Arbeitsplatz einrichten.

2. Wohnraum im Landkreis ist knapp, sehr knapp sogar. Und sehr teuer. Die heimische Wirtschaft klagt bereits seit langem, dass ein Anwerben neuer Mitarbeiter nicht selten an den nicht vorhandenen Wohnungen scheitert. Welche Möglichkeiten, dem entgegenzusteuern, sehen Sie als Landrat?

Durch den enormen Zuzug in unsere Region werden sich die Preise auf dem Mietmarkt in den nächsten 10 Jahren nicht entspannen.

Ich möchte den sozialen Wohnungsbau fördern und mit dem Verband Wohnen und Wohnungsbaugenossenschaften bezahlbaren Wohnraum schaffen.
Neue Genossenschaftsmodelle können auch in Gemeinden entwickelt werden, das möchte ich gerne unterstützen.

In Zusammenarbeit mit den Gemeinden will ich mit „Einheimischenmodellen“ dafür sorgen, dass unsere Kinder und junge Familien im Landkreis bleiben können.
Wenn Unternehmer für Mitarbeiter Wohnraum schaffen wollen, sollten die Gemeinden und der Landkreis diese Vorhaben fördern und unterstützen.

3. Neben den anstehenden Aufgaben, unter anderem wie die Erweiterung des Landratsamts, das Gymnasium Herrsching sowie Sanierung und Erweiterung der Kreis-Kliniken, steht der Landkreis vor großen Herausforderungen im Kampf gegen den Klimawandel. Was muss Ihrer Meinung nach in den nächsten Jahren alles von der Politik in Angriff genommen werden, damit der Landkreis Starnberg seine selbst gesteckten Klimaziele bis 2035 noch erreichen kann? Und das im Einklang mit Wirtschaft und Landwirtschaft.

Als Landkreis können wir unsere landkreiseigenen Immobilien energetisch ertüchtigen und mit Solar- und PV-Anlagen ausstatten und Neubauten wie z.B. das Gymnasium Herrsching, maßgeblich in Holzbauweise errichten: Ein Kubikmeter Holz bindet 1 Tonne CO2. Ein genialer Baustoff! 

Wir müssen geeignete Freiflächen für Solarthermie und PV suchen. Zudem sollten aber auch Maßnahmen ergriffen werden, damit möglichst viele Dächer von Privathaushalten und Gewerbebetrieben mit Solar- und PV-Anlagen ausgestattet werden.

Ich bin für Windkraftanlagen im Landkreis Starnberg nach dem „Bürgerwind“-Modell in Berg. Dort wurden Bürgerwindkraftanlagen erbaut, die Akzeptanz der Bürger war daher sehr hoch. Nur so geht der Bau von Windkraftanlagen.

Immer mehr Pendler nutzen ein E-Bike oder Pedelec für die tägliche Fahrt zum Arbeitsplatz. Deshalb liegt mir der Ausbau unseres Radwegenetzes mit Schnellradwegen am Herzen.

Fragen wurden gestellt von:  Puls Oliver|  Kreisbote

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